Rückblick im Detail

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Dritter Deutscher Druck- und Medientag in Bonn

Die Chancen der Digitalisierung nutzen


Mit mehr als dreihundertfünfzig Teilnehmern hat der Deutsche Druck- und Medientag 2016, (DDMT16), der vom 11. bis 13. Mai in Bonn stattfand, im dritten Jahr seines Bestehens erneut seine Besucherzahlen gesteigert. Namhafte Gäste und Referenten aus Wirtschaft und Politik, und viele Gelegenheiten für Austausch und Networking machen die Attraktivität des Branchentreffs der Druckindustrie aus.

Veranstaltet wurde der Deutsche Druck- und Medientag in diesem Jahr vom Bundesverband Druck und Medien (bvdm) und dem Verband Druck + Medien Nord-West. Er stand unter dem Motto „Die Druckindustrie im digitalen Zeitalter − Herausforderungen und Chancen". Zum Auftakt sprach die Stellvertretende Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen und Ministerin für Schule und Weiterbildung Sylvia Löhrmann und unterstrich in ihrer Key-Note die ungebrochene Relevanz der Druckindustrie.

Ein Schwerpunkt des traditionellen Unternehmerforums war die Podiumsdiskussion zur Halbzeit der Großen Koalition: Prof. Dr. Hüther, Direktor des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln, der stellvertretende ver.di-Vorsitzende Frank Werneke sowie Dr. Klemens Berktold, Geschäftsführer der Funke Druck GmbH diskutierten die Wirtschaftspolitik von CDU/CSU und SPD – moderiert von Dr. Helge Matthiesen, Chefredakteur des Bonner Generalanzeigers.

Im Anschluss gingen vier Experten explizit auf das Thema Digitalisierung und die Konsequenzen für die Druckindustrie ein.

Einen spannenden Einblick in die Herausforderung Digitalisierung aus politischer Warte bot der EU-Kommissar für die digitale Wirtschaft und Gesellschaft in der Europäischen Kommission Günther Oettinger. Er weiß, dass sich solche Herausforderungen nur noch auf europäischer Ebene lösen lassen und rief die Druckindustrie dazu auf, sich stärker als bisher europäisch zu organisieren.

Dr. Leonid Sergeev, CEO Deutsche Post E-POST Solutions GmbH, schilderte, wie sich Druckunternehmen – und nicht nur diese − künftig zu Multichannel- Dienstleistern der Kommunikation weiterentwickeln, die passgenau und adressatengerecht auf dem klassischen Postweg, via E-Mail, per Messenger wie WhatsApp und anderen Kommunikationswegen arbeiten.

Dr. Steven Althaus, Leiter Markenführung BMW und Marketing Services BMW Group, beschrieb am Beispiel von BMW die Transformation einer Branche: Die Automobilindustrie wurde von neuen Playern wie Uber oder Tesla wachgerüttelt. Pioniergeist und „gesunder Verfolgungswahn“ halfen und helfen dabei, sich dieser Herausforderung zu stellen – Tugenden die Althaus auch der Druckindustrie ans Herz legte.

Andreas Buhr, Sachbuchautor, CEO Buhr & Team Akademie und Führungskräftecoach rundete die Vortragsreihe mit konkreten Beispielen für die Auswirkungen der Digitalisierung im Unternehmens- und Vertriebsalltag ab.

Der Deutsche Druck- und Medientag 2017 wird am 22./23. Juni in Berlin stattfinden.