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3D-Druck Veranstaltung des Verbandes Druck und Medien Mitteldeutschland e. V. an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig


Rund 40 Teilnehmer aus Mitgliedsunternehmen des Verbandes Druck und Medien Mitteldeutschland e. V. trafen sich am Nachmittag des 30. Oktober in der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Kultur in Leipzig zu einer interessanten Veranstaltung zum Thema 3D-Druck. Immer mehr Unternehmen beschäftigen sich mit dem 3D-Druck. Eigentlich hat der Begriff 3D-Druck nichts mit dem konventionellen Druck zu tun – aber die Kompetenzvermutung in der Druckerei ist durchaus vorhanden. Deshalb macht es Sinn, wenn Unternehmer nach Möglichkeiten suchen, um alternative Geschäftsfelder zu entwickeln.

Nach der Begrüßung und Einführung durch die Geschäftsführerin des vdm, Frau Antje Steinmetz und einem Grußwort des Dekans, Prof. Dr.-Ing. Mathias Rudolph der Fakultät Maschinenbau und Energietechnik gab Prof. Dr.-Ing. Fritz Peter Schulze einen Einblick in die additive Fertigung, die sich immer schneller entwickelt. 3-D-Drucker werden immer effizienter und leistungsfähiger und bilden mittlerweile einen wichtigen Baustein in der Produktion.

Gerade im Automobilbau, in der Medizintechnik gibt es genügend Beispiele den Wandel von Rapid Prototyping zum Direct Manufacturing zu vollziehen. Dabei kommen mittlerweile die verschiedensten Materialien zum Einsatz.

Wie sieht die Zukunft aus? Welche Geschäftsfelder könnten sich für Unternehmen der Druckindustrie ergeben? Dieser spannenden Frage ging Dieter Kleeberg, Referat Technik und Forschung des bvdm und Autor der Veröffentlichung „Geschäftsfeld 3D-Druck“ nach. Druck- und Mediendienstleister bedienen sich Stamm- und Gelegenheitskunden und akquirieren Kunden über Webportale. Dies könne man sich zunutze machen, meint Kleeberg und durchaus 3D-Druck-Angebote ergänzend platzieren. Maßgeblich sind die Kompetenzvorteile die ein Unternehmen der Druck- und Medienindustrie mitbringt, sei es im Datenhandling und im Farbmanagement. Neben vielen Beispielen, die den Vortrag begleiteten, bedarf es allerdings eines tragfähigen Geschäftsmodells. Dies muss jedes Unternehmen für sich anhand seiner Unternehmensstrategie herausfinden.

Prof. Dr.-Ing. Michael Reiche des Fachbereiches Medien an der HTWK fokussierte sich in seinem Vortrag auf das Datenhandling und auf erste Untersuchungsergebnisse von Studenten der HTWK und damit verbunden mögliche Anwendungsbereiche. Gerade Mediendienstleister verfügen über ein breites Wissen im Datenhandling und haben im Umgang mit Bilddaten große Erfahrung. Trotz großer Unterschiede bei Verfahren und insbesondere Datenaufbereitung sind die Hürden beim Einstieg in den 3D-Druck durchaus zu meistern, meint Prof. Reiche.

Über die Potenziale des 3D-Drucks konnten sich die Teilnehmer im Anschluss an die Vorträge bei Vorführung, Live-Demonstrationen und den Möglichkeiten der Fertigung aus den verschiedensten Materialien überzeugen. Gespräche und Kollegenaustausch beim get together ließen den Abend in angenehmer Atmosphäre ausklingen.