Lausitzer Druckhaus

Klares Ja zur Mitgliedschaft im Verband

Lohnt es sich für ein erfolgreiches mittelständisches Unternehmen, Mitglied in einem Arbeitgeberverband zu sein? Sind nicht alle Informationen sowieso über Internet verfügbar und die Dienstleistungen auch über andere Partner zu erhalten? Das Lausitzer Druckhaus in Bautzen, mit rund 75 Mitarbeitern in der Gruppe einer der größten Druckdienstleister in Ostsachen, hat auf diese Fragen 2010 eine klare Antwort gegeben. Nach Jahren der Nicht-Mitgliedschaft trat das Familienunternehmen mit der Übernahme durch die nächste Generation in den Verband ein. Grund hierfür war für den Bogen-, Rollen- und Digitalbetrieb neben dem Nutzen aus Informationen und Veranstaltungen vor allem die profunde Beratung in juristischen und arbeitsrechtlichen Fragen.

Lausitzer Druckhaus
Lausitzer Druckhaus

Wer das Lausitzer Druckhaus - mitten in der Innenstadt von Bautzen gelegen - besucht, ist zunächst etwas irritiert. Denn in dem gut 200 Jahre alten Gebäude erwarten ihn nicht industrielle Druckproduktion und moderne Medienverarbeitung, sondern der Blick öffnet sich auf stuckverarbeitete Räume mit Rundbögen, hellgrünen Farb-Elementen sowie einer „Besucherlounge“ mit weißen Ledersesseln. Also nichts mehr mit Vorstufe, Produktion und Weiterverarbeitung, nichts mehr mit Büchern, Zeitschriften und Flyern, nichts mehr mit Farbe, Lack und Veredlung? Mitnichten. Der Betrieb, dessen Tradition bis ins Jahr 1574 zurückreicht und der noch bis vor wenigen Jahren von der Großmutter des heutigen Gesellschafter-Geschäftsführers geführt wurde, ist auch weiterhin ein typischer Vertreter der grafischen Branche. Als Bogen-, Rollen- und Digitalbetrieb aufgestellt, beschäftigt er rund 75 Mitarbeiter, erwirtschaftet mehr als fünf Millionen Euro Umsatz und hat Kunden in ganz Europa. „Mit unserem Empfang und unserem Außenauftritt“, erklärt Geschäftsführer Robert Czyzowski das Konzept, „wollen wir bewusst nicht wie üblich die Technik, sondern den Kunden in den Mittelpunkt stellen. Wer ein Auto kauft, will schließlich auch nicht wissen, wie die Motorhaube hergestellt wird.“ 

Innovation

Die Ausrichtung auf Emotion und wohlwollende Herzlichkeit ist nicht das einzige Innovative, was das Unternehmen in Ost-Sachsen ausmacht. So wurden in den letzten Monaten und Jahren nicht nur mehrere Unternehmen aus dem Digitaldruckbereich übernommen, die Mitarbeiter konsequent in neue Felder eingeführt, sondern auch die technische Ausstattung in der gesamten Gruppe für mehrere Millionen Euro modernisiert.

Zusammenarbeit

Gerade diese Mischung aus Modernität und Tradition war es auch, die 2010 dazu führte, dass der Familienbetrieb sich nach mehreren Jahren der Nicht-Mitgliedschaft der Verbandsarbeit öffnete und Mitglied im Verband Druck und Medien Mitteldeutschland e.V. wurde. Czyzowski: „Nachdem ich an zwei Veranstaltungen teilgenommen hatte, wurde mir klar, dass ich mit einer Mitgliedschaft nur gewinnen kann. Da im Verband alle am selben Strang ziehen und mit denselben Herausforderungen konfrontiert werden, sind alle in diesem Umfeld nicht mehr Wettbewerber, sondern Mitstreiter und Kollegen. Das damit verbundene Verständnis, das offene Ohr und auch mancher gut gemeinte Ratschlag sind mir bis heute sehr wichtig und helfen mir bei meiner Arbeit.“

Rechtsberatung

Sind persönlicher Austausch und weiterführende Informationen allerdings eher ideelle Begründungen für eine Mitgliedschaft, so zieht der Unternehmer aus der Rechtsberatung und juristischen Betreuung auch operative Vorteile, Entlastung und wirtschaftlichen Nutzen. Denn während sich ein freier Anwalt oftmals erst lange in die Materie und die besonderen Bedingungen der Branche einarbeiten muss, ist der Jurist beim Verband Spezialist in diesem Segment. Wie der Geschäftsführer erklärt, reichten so oftmals Stichworte und ein kurzes Abstimmungstelefonat aus, um anstehende Rechtsthemen zu klären, beziehungsweise Vorgehensweisen zu fixieren. Die Themen, die dabei angegangen und gelöst werden, reichen von Fragen der AGB-Gestaltung über die Reklamation bis hin zur Ausgestaltung der Arbeitszeiterfassung im Zusammenhang mit dem Mindestlohn. „Vor wenigen Wochen haben wir“, erzählt der studierte Betriebs- und Bankwirtschaftler, „mit unseren Vertrieblern im Haus eine Weiterbildung zum Thema Vertragsinhalte im Medienvertrag veranstaltet.“ Denn kommt es zu Fragen und Unklarheiten, sollte der Außendienst exakt über die geltenden Regeln Bescheid wissen.   

Nerven und auch Geld gespart

Die juristische Beratung und Betreuung durch den Verband schätzt der Geschäftsführer auch im Bereich des oftmals sehr schwierigen Arbeitsrechts. Gerade, wenn es um Personalthemen gehe, sei es klasse, einen Fachmann an der Seite zu wissen, den man immer erreichen könne und der genau in der Materie drin sei. „Das nimmt mir gewaltig viel Druck und hilft mir, mich auf die Belange im Unternehmen zu konzentrieren.“

www.lausitzer-druckhaus.de