GCC - Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG

Der Verband hilft bei Einführung klimaneutralen Drucks

Ständig 150 bis 180 Mitarbeiter, seit mehreren Jahren eine wachsende Produktionsfläche, stetig hohe Auslastung – das Grafische Centrum Cuno GmbH & Co. KG in Calbe/Saale kann man wohl getrost als erfolgreiches Druckunternehmen bezeichnen. Dass der Bogenoffset-Betrieb unweit von Magdeburg heute auch im Bereich des klimaneutralen Drucks bei seinen Kunden punktet, hat auch mit dem Verband Druck und Medien Mitteldeutschland e.V. zu tun. Mit Hilfe seiner Beratung und Unterstützung wurde der CO2-Rechner im Unternehmen installiert, geschult und zum festen Bestandteil der Kundenbetreuung gemacht. 

Den Anlass, beim Grafischen Centrum Cuno über die Fragestellung „CO2- Kompensation“ und „Klimaneutralität“  nachzudenken, gaben 2010 die stark auf Umweltschutz ausgerichtete politische Diskussion, vor allem aber die Kundenwünsche der vielen hundert Kunden des Familienunternehmens. Günter Kruschwitz, Betriebsleiter in Calbe: „Wir arbeiten als Dienstleister unter anderem für Autohersteller und Kinderbuchverlage. Bei diesen Gruppen spielt das Thema Umweltschutz naturgemäß eine sehr wichtige Rolle.“ Konkret heißt das: Die Produkte, die in Auftrag gegeben werden, sollen nicht nur in Bezug auf die eingesetzten Materialien und Ressourcen, also z.B. Holz und Papier, die größtmögliche Nachhaltigkeit und Umweltorientierung erfahren, die Anforderungen sind auch sehr hoch, wenn es um die Reduktion von Co2 geht. „Damit wir unseren Kunden auch hier den gewohnten bestmöglichen Service bieten können“, erläutert Kruschwitz, „war für uns klar, dass wir neben den schon vorhandenen Möglichkeiten im Bereich PEFC und FSC auch den klimaneutralen Druck anbieten werden.“

GCC - Grafisches Centrum Cuno GmbH & Co. KG

Die Klimainitiative der Verbände – der CO2-Rechner

War damit die Entscheidung zugunsten der CO2-Kompensation gefallen, so blieben dennoch einige Fragen offen. Welche Schritte sind konkret notwendig, um den jeweiligen CO2-Verbrauch eines Produktes zu erfassen? Welche Werte zum Beispiel aus dem Maschinenpark oder der Logistik spielen bei der Berechnung eine Rolle? Wie wirkt sich aus, dass das Unternehmen das gesamte Papier aus der unmittelbaren Umgebung und nicht aus dem Ausland bezieht? Hinzu kam die Frage: Welches der drei im Markt befindlichen Gesamt-Systeme wird eingesetzt? Um diese Fragen schnell und geordnet beantworten zu können, wandte sich das Unternehmen an den Verband Druck und Medien Mitteldeutschland e.V. Kruschwitz: „Da wir uns stets auch in anderen Fragen und Überlegungen in Leipzig Hilfestellung holen, war die Kontaktaufnahme mit den dortigen Vertretern ein ganz normaler Vorgang.“ Dies galt umso mehr, als dem Verband aufgrund von gemeinsamen erfolgreichen Projekten ein hoher Vertrauensvorschuss gegeben wurde und auch auf persönlicher Ebene die Chemie stimmt. Und die Erwartungen wurden tatsächlich nicht enttäuscht. Bei einem ersten Gespräch in Calbe wurden den Verantwortlichen zunächst die Ideen und Regeln des klimaneutralen Druckens vorgestellt und erläutert, danach dargestellt, wie die Einführung im Unternehmen vor sich geht, schlussendlich ging es dann um die entsprechende Software. Dass hierbei der CO2-Rechner zum Einsatz kam, hatte einerseits mit dessen Konzept zu tun, vor allem aber mit der großen Menge der Unternehmen, die dieses Konzept bereits einsetzten oder den Einsatz planten. „Da wir Vertreter dieser Unternehmen zum Teil selber kannten, gab uns dies das Gefühl, die richtige Wahl zu treffen.“

Erfolgreiche Einführung

Gut vier Jahre, nachdem der browserbasierende CO2-Rechner installiert und die Mitarbeiter darauf geschult wurden, gehört die Nutzung in den Büros von GCC heute zum Standard. Will ein Kunde die bei der Produktion anfallenden CO2-Emissionen neutralisieren, erhält er von den Sachbearbeitern eine entsprechende Berechnung sowie eine Information, welches Klimaprojekt er mit dem finanziellen Ausgleichsbetrag fördern kann.

Marketing-Effekt für Nutzer

Die Unternehmen, die den klimaneutralen Druck wählen und dafür einen gewissen Aufpreis bezahlen, erhalten ein Zertifikat auf dem Produkt selbst. Das Schöne dabei: Auch wenn die generelle Nachfrage nach dem „Nachweis“ noch steigerungsfähig ist, zeigen die eigene Vermarktung und die des Verbandes nach und nach Wirkung: „Wir erkennen immer stärker, dass nicht nur große Konzerne, sondern auch immer mehr kleinere Auftraggeber den klimaneutralen Druck kennen und schätzen.“ Kruschwitz: „Ich bin mir sehr sicher, dass das mit dem Verband umgesetzte Projekt uns schon den einen oder anderen neuen Großkunden gebracht hat.“   www.cunodruck.de